Amt Landhagen

Gemeinde Neuenkirchen

Die Gemeinde in Zahlen

DeutschlandNeuenkirchen ist mit rund 2.300 Einwohnern die größte unter den zehn Gemeinden des Amtes Landhagen. Zur Gemeinde gehören neben Neuenkirchen die Orte Leist 1, Leist 2, Leist 3, Oldenhagen, Kieshof-Ausbau und Wampen. In Neuenkirchen ist die Verwaltung des Amtes ansässig.

Die direkte Nachbarschaft zur Universitäts- und Hansestadt Greifswald macht es als Wohnort und Unternehmensstandort attraktiv. Rund 600 Personen haben ihren Arbeitsplatz am Ort, das sind über 40% der Arbeitsplätze im Amtsbereich.

Zwei Drittel der Beschäftigten sind im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe tätig. Rund 860 Einwohner Neuenkirchens haben ihren Arbeitsplatz außerhalb der Gemeinde, viele pendeln in die benachbarte Kreisstadt.

Daten: Statistisches Landesamt (21.08.2012)

Das Gemeindewappen

WappenVon Blau und Silber geteilt oben drei sitzende goldene Eichhörnchen, je eine goldene Nuss in den Pfoten haltend unten ein durchgehendes schwarzes Kreuz in der Mitte belegt mit einer goldenen Pflugschar

Das Wappen der Gemeinde Neuenkirchen

Die Gemeinde Neuenkirchen (Landkreis Ostvorpommern) führt ein geteiltes Wappen.

Oben in Blau drei goldene Eichhörnchen, die auf das Wappen der ehemals in Neuenkirchen ansässigen Familie "von Wampen" verweisen. Die Familie benannte sich nach dem (späteren) Ortsteil Wampen. Im Turmraum der 1285 erstmalig erwähnten Kirche befinden sich drei Grabplatten, die wahrscheinlich früher im Kloster Eldena aufbewahrt wurden. Eine von diesen Platten ist die für Hermann von Wampen III. Der 2,17 m hohe und 1,16 m breite Kalkstein ist neben einer Umschrift , die das Jahr 1383 nennt, auch mit drei Eichhörnchen geziert.

Die Familie von Wampen gehörte zu den ältesten adligen Familien Greifswalds und trug entscheidend zur Entwicklung der Gemeinde Neuenkirchen bei.

Das schwarze Kreuz im unteren Teil verweist auf den Ortsnamen und steht symbolisch auch für die Dorfkirche. Die goldene Pflugscharre, mit der das Kreuz belegt ist, symbolisiert die Landwirtschaft als wichtigsten Erwerbzweig in der Vergangenheit und in der Gegenwart der Gemeinde.

Ratsbeschluss und Wappenrolle

Ratsbeschluss

In der Sitzung der Gemeindevertretung Neuenkirchen am 22.09. 1998 hat sich das Gremium unter anderem mit der Annahme eines Wappens befasst und einstimmig die Annahme dieses Wappens für die Gemeinde Neuenkirchen beschlossen.

Wappenrolle

Mit seinem Erlass vom 15. Oktober 1998 übersandte der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern den von ihm ausgefertigten Wappenbrief mit der Genehmigung, die Farbzeichnung und die Beschreibung anzunehmen. Das Wappen wurde beim Innerministerium unter Nummer 0171 in die Wappenrolle des Landes eingetragen.

Geschichte

Die Gemeinde Neuenkirchen feiert 2007 das 800. Jubiläum seiner Ortsteile Leist und Wampen. 1207 das war die Zeit, als der eigentliche Hauptverkehrsweg aus Richtung Kloster Eldena, das 1199 gegründet worden war, noch direkt am Bodden verlief und das Salz, das die Mönche im Rosental gewannen, auf diesem beschwerlichen Weg nach Stralsund geschafft wurde.

Dieser Weg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts durch ein verheerendes Hochwasser, das schließlich den Kooser See schuf, abgeschnitten.

bogislawDie beiden Dörfer gehörten dem Herzog Bogislaw XIV und bis zum Jahre 1634 zum Amt Eldena. Der kinderlose Herzog schenkte seine gesamten in und um Greifswald gelegenen Besitztümer der Universität Greifswald.

Zur Geschichte Neuenkirchens

Thomas Thorild, in Blasupp (Westschweden, Bohuslän) geboren, war ein hochbegabter, feinsinniger aber sehr impulsiver und streitbarer Mann, der sich schon in jungen Jahren als Dichter, Kritiker und Schriftsteller hervortat und, den deutschen Stürmern und Drängern verwandt, gegen die in Schweden herrschenden literarischen Richtungen Front bezog.

pdf Thomas Thorild (121 KB)

Nicht nur als Ruhestätte des berühmten Professors Thomas Thorild wurde das Dorf Neuenkirchen namhaft. Dort stand auch die Wiege einer zu Unrecht heute weniger bekannten plattdeutschen Dichterin, von Alwine Wuthenow, geborenen Balthasar.

pdf Alwine Wuthenow (134 KB)

Zur Baugeschichte der Neuenkirchener Dorfkirche

pdf Zur Baugeschichte der Kirche (309 KB)